Schufa Angaben zur Kreditwürdigkeit oft fehlerhaft

4. September 2009 – 17:38

Von der Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) wurde darauf hingewiesen, dass die gesammelten Konsumentendaten über ihre Kreditwürdigkeit sehr fehlerhaft seien.

So liege die Fehlerquote der vorliegenden Angaben bei der Schufa bei 46 Prozent. Das ergab eine entsprechende Untersuchung. Dies kann sich sehr fatal für die Konsumenten erweisen, wenn diese deswegen keine Kreditzusage erhalten oder nur zu schlechteren Konditionen. Ebenfalls greifen gern auch Vermieter auf eine Schufa-Auskunft zurück, um die finanzielle Situation ihrer zukünftigen Mieter zu überprüfen.

Dieter Korczak, Institut für Grundlagen- und Programmforschung, erwähnte, dass man bei der Untersuchung 100 extra dafür ausgewählte Testpersonen überprüft hatte. Angefangen von nicht korrekten Bankverbindungen wurden auch Angaben über Handyverträge gefunden, die nie abgeschlossen wurden.

Der Bundestag hatte im Mai dieses Jahres ein entsprechendes Gesetz auf den Weg gebracht, was die Rechte der Bürger gegenüber diesen Auskunfteien stärkt. Hiernach müssen diese nun umfassende Informationen erhalten, wie ihre finanzielle Situation beurteilt wurde. Pro Jahr kann nun auch jeder Bürger eine kostenfreie Auskunft über sich einholen, die dann bei fehlerhaften Angaben korrigiert werden kann.

Wirksam wird dieses Gesetz erst zum April 2010. Allerdings forderte Ilse Aigner von den Auskunfteien „sofort zu handeln und die aufgezeigten Missstände schnellstens abzustellen“.

Von Rainer Neumann, Vorsitzender der Schufa, kam allerdings noch der Hinweis an die Bürger, ihre abgespeicherten Daten zu überprüfen und bei Fehlerhaftigkeit zu korrigieren. http://www.focus.de/finanzen/banken/schufa-angaben-zur-kreditwuerdigkeit-haeufig-falsch_aid_427789.html

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