Tagesgeld-Zinsen niedriger als Inflation
1. Januar 2011 – 13:34Sparer, die als Geldanlage ein Konto für Tagesgeld wählen, können mit den dafür erhältlichen Zinsen nur die Inflationsrate decken. Laut der unabhängigen Finanzberatung FMH hätten nur Sparer, die öfters ihr Geld umschichten, bessere Renditen.
Max Herbst, Chef der FMH, sagt dazu: „Nur wer die Zinsangebote regelmäßig vergleicht und den Anbieter wechselt, kann sich über einen kleinen Geld-Zuwachs freuen.“
Bei der Europäischen Zentralbank (EZB) betrug der durchschnittliche Leitzins gemessen an den letzten zehn Jahren bei 2,79 Prozent. Der Euribor betrug 2,98 Prozent für drei Monate und 3,04 Prozent für sechs Monate. Mit dem Euribor werden durchschnittliche Zinssätze angegeben, nach welchen sich insgesamt 57 in Europa ansässige Banken gegenseitig Geld ausleihen. Bei Festgeld lag dieser Satz bei 2,34 Prozent für drei Monate und bei 2,49 Prozent für sechs Monate. Für Tagesgeld betrug der Zinssatz lediglich 2,35 Prozent.
Es wurde von der FMH darüber hinaus festgestellt, dass die Kunden von ihren Banken nur Zinsen erhielten, die unter dem des Leitzinssatzes lagen bzw. unter dem des Euribor. Max Herbst dazu weiter: „Da können sich die Anleger über die aktuellen Tagesgeldangebote fast noch freuen, denn diese liegen im Schnitt beim Tagesgeld bei 1,08 Prozent und in der Spitze über 2 Prozent.“
Festgeldzinsen für Laufzeiten von drei bzw. sechs Monaten erreichen auch nicht die Leitzinsen. Tendenziell scheinen diese weiter abzusinken. Geldanleger müssten dann noch 1,1 Prozent als derzeitige Inflationsrate abrechnen, um somit ausrechnen zu können, was sie letztendlich von ihrer Geldanlage haben werden. http://wirtschaft.t-online.de/tagesgeld-zinsen-gleichen-lediglich-die-inflation-aus/id_42524770/index
Ähnliche News:
Sorry, die Kommentarfunktion ist deaktiviert.