Verbraucher - Strompreise steigen weiter

14. August 2008 – 17:09

Entgegen den Erwartungen sollen die Preise für Strom zukünftig noch höher ansteigen. Auch von der Deutschen Energie-Agentur wurde informiert, dass davon auszugehen ist, dass ab 2012 Kraftwerksleistungen nicht mehr in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen werden. Bereits jetzt schon wird intensivst nach neuen Varianten gesucht, um die Produktion von Strom zu erhöhen.

Stephan Kohler, Chef von der Deutschen Energie-Agentur, sagte zur “Wirtschaftswoche”: „Trotz der massiven Nutzung von regenerativen Energien und der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen steht ab 2012 nicht mehr genügend gesicherte Kraftwerksleistung zur Verfügung, um die Jahreshöchstlast effizient zu decken“.

Erst im Frühjahr war von der bundeseigenen Agentur prognostiziert worden, dass es bis zum Jahr 2020 ein Defizit von etwa 12.000 Megawatt gemessen am Stromangebot und der Nachfrage geben werde. Doch hier musste sich die Agentur korrigieren: „Nach neuen Berechnungen wird die Stromlücke noch größer, wenn die geplanten Kraftwerke in Hamburg-Moorburg, Mainz-Wiesbaden und der neue Block im hessischen Werk Staudinger nicht gebaut werden können. Dann fehlen künftig 15.000 Megawatt – und die lassen sich nicht einfach durch den weiteren Ausbau von erneuerbaren Energien ersetzen“.

Zwar käme ein Stromimport in Betracht, aber auch in den anderen europäischen Ländern werde es mit dem Stromangebot eng werden.

Wegen der zunehmenden Stromknappheit werden sich die Verbrauchspreise heben.

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